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Skigau Werdenfels
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Geniales Duo gesprengt

Christoph Elsner am Donnerstag, 28 Juni 2018

Peter Schuster verabschiedet sich aus dem Vorstand im Skigau Werdenfels, Fritz Dopfer hängt noch eine Periode dran

 

Garmisch-Partenkirchen – Es ist ein Bild für die Götter, wenn man die Beiden da vorne sitzen sieht: Fritz Dopfer, frische 70 Jahre, und Peter Schuster, rüstige 80 Jahre. Neben sich haben sie den Beamer aufgebaut, vor sich das Laptop stehen, Schuster ist mit Block und Stift bewaffnet. Ja, so haben die Beiden den Skigau Werdenfels einige Jahre mehr als erfolgreich geleitet. Auf unglaubliche 150 Lebensjahre bringen sie es zusammen.

Nun aber wurde das Duo gesprengt. Bei der Vereinsvertreterversammlung am Montagabend im Wirtshaus am Mohrenplatz nahm Schuster seinen Hut. „Für mich geht die Gautätigkeit jetzt zu Ende“, kündigte der Grainauer nach seinem letzten Kassenbericht als Schatzmeister – der ein Plus von gut 13 000 Euro ergab – an. „Es ist einfach Zeit, mich zur Ruhe zu setzen.“ Einen Nachfolger hatte er sich vorsichtshalber selbst gesucht. Nicht, dass es ihm so gehen würde, wie einige Male in der Vergangenheit. Zuletzt hatte sich kein Schriftführer für den Gau gefunden, Schuster opferte sich auch für diesen Job. Nur nicht dieses Mal. Er zog es durch. „Das Amt hat mir in den vergangenen sechs Jahren viel Freude bereitet, ich hatte wenig Ärger mit den Vereinen, das war ein schöner Abschluss meiner Tätigkeit.“

Wobei: So ganz Schluss ist ja noch nicht. Ein Projekt liegt derzeit in Schusters Händen, ein umfangreiches. 2020 wird der Skigau 100 Jahre alt. „Und ich schreibe an einer Dokumentation.“ Lust auf das Werk machte er schon jetzt: „Es wird viel Interessantes zu lesen geben aus der Zeit, die wir alle nicht miterlebt haben.“

Gerne lässt Dopfer seinen vielleicht wertvollsten Mitstreiter nicht ziehen. Doch habe er sich die Ruhe natürlich verdient. Als Präsent überreichte der alte und neue Gauchef einen prachtvollen Geschenkkorb. Die richtigen Worte fand Heinz Mohr als Leiter der Wahlen. „Ich denke, der Peter ist der längstgediente Funktionär der westlichen Welt. Solche dürfte es wenige geben. Wenn, dann nur im kommunistischen Osten, denn da wird man ja als Funktionär bereits geboren.“ Mit einem donnernden Applaus verabschiedeten die Vertreter von 24 Vereinen das Urgestein, das künftig wirklich nur noch für die Ausbildung der Kampfrichter im Langlauf-Bereich tätig sein will.

Sich zurückzuziehen, das hatte im Grunde auch Dopfer im Sinn. Doch: Wer soll den Job übernehmen? Schuster holte den 45-jährigen Oliver Keßler ins Boot, kaufmännischer Leiter einer Münchner Baufirma und Vater von zwei Alpin-Kindern beim SC Partenkirchen. Aber wer kann Dopfer beerben? „Ich habe ein paar ganz gute Gespräche geführt“, verriet Dopfer. Eine Lösung fand sich jedoch noch nicht. Zwei Jahre gibt sich der Leutascher nun, um die Suche erfolgreich zu beenden. „Dann hoffe ich, einen Nachfolger präsentieren zu können.“ Denn eines machte er allen Anwesenden klar: „Ich bin zwar zehn Jahre jünger als der Peter (Schuster, Red.), das heißt aber nicht, dass ich es noch zehn Jahre mache.“

Für diese Wahlen waren die Fürsprecher offenbar zu überzeugend gewesen: „Heinz Mohr hat gesagt, dass ich jetzt nicht aufhören kann“, betonte Dopfer. So richtig schwer fiel es ihm sicher nicht, noch einmal Ja zu sagen. Schließlich, und das stellte Mohr nochmals heraus, „stehst Du schon auch repräsentativ für diesen Skigau, der seit langer Zeit der erfolgreichste in Deutschland ist“. Wenn das nicht zieht als Argument.

Zwei weitere neue Gesichter präsentierte Dopfer den Vereinsvertretern noch: Andreas Heiland und Sepp Weingand kümmern sich ab sofort auch offiziell um die nordische Sparte, explizit den Bereich Langlauf. Sie lösen Steffi Schauer in der Funktion als Sportwartin ab. Neu ist auch Nicole Jocher – Markus Anwanders rechte Hand im Bundesstützpunkt – als Schriftführerin. Sie ließ sich aus der Ferne wählen, weilt im Urlaub auf Sardinien.

Schusters Posten also sind nun zu 100 Prozent besetzt. Nur das Protokoll dieser Versammlung, das wird er noch anfertigen müssen.

 

VERSAMMLUNG DES SKIGAU WERDENFELS: DIE BESTEN SPRÜCHE



„Dann kommt unser Oberklinkenputzer ins Spiel. Man hört ja über ihn: Wenn man ihn vorne bei der Tür rausschmeißt, kommt er hinten wieder rein.“

Peter Schuster in seinem Kassenbericht über die Hartnäckigkeit seines
Kollegen Fritz Dopfer.

„Ein Traum geht für mich in Erfüllung. Einmal im
Leben darf ich eine Position von Peter Fischer übernehmen.“

Heinz Mohr, der beim Skigau kurzfristig als Wahlleiter für den erkrankten Peter Fischer einsprang.

„Fürn Fritz läuten gleich die
Kirchenglocken.“

SCP-Präsident Michael Maurer über die Tatsache, dass in dem Moment, als Dopfer die neuerliche Wahl annahm, die Glocken der Garmischer Pfarrkirche zu hören waren.

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